Drogenkriminalität in Anklam ernstzunehmendes Problem

Laut zweier Antworten der Landesregierung auf Kleine Anfragen nimmt die Drogenkriminalität in Anklam zu. Der Anteil minderjähriger Tatverdächtiger betrug im Jahr 2017 mehr als ein Viertel, nämlich 26%. Dazu erklärt Dr. Matthias Manthei:
„In Anklam gibt es ein ernstzunehmendes Drogenproblem. Seit 2015 hat sich die Zahl der erfassten Fälle von 50 auf 100 verdoppelt. Dieser Anstieg ist alarmierend.
In Anklam wurden im vergangenen Jahr deutlich mehr Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt als in vergleichbaren Kleinstädten wie Friedland, Pasewalk, Torgelow, Gützkow oder Ueckermünde.
Im Jahr 2017 war Anklam Tatort von aktuell 73 aufgeklärten Rauschgiftdelikten. Es ist besonders erschreckend, dass 19 Straftäter Kinder und Jugendliche waren.
Zehn Mal wurden Personen überführt, die unerlaubt mit Betäubungsmitteln gehandelt haben. Hinzu kommt ein besonders schwerer Fall, wo Drogen an Minderjährige abgegeben wurden.“
Redaktioneller Hinweis:
Kleine Anfrage und Antwort der Landesregierung zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz seit 2010: https://www.landtag-mv.de/fileadmin/media/Dokumente/Parlamentsdokumente/Drucksachen/7_Wahlperiode/D07-2000/Drs07-2187.pdf
Kleine Anfrage und Antwort der Landesregierung zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz in Anklam im Jahr 2017: https://www.landtag-mv.de/fileadmin/media/Dokumente/Parlamentsdokumente/Drucksachen/7_Wahlperiode/D07-2000/Drs07-2189.pdf
Der Nordkurier berichtet heute: