Alle Lehrer zu Ersthelfern ausbilden

Laut einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage sind nur circa 40 Prozent der Lehrer an den weiterführenden Schulen zu Ersthelfern ausgebildet. Die Landesregierung begründet dies damit, dass versicherungsrechtlich nicht mehr erforderlich ist, weil Schulen wie Unternehmen behandelt werden und nur die Lehrer Mitarbeiter sind. Nach Medienberichten soll 2016/2017 jeder fünfte Schüler des Landes in der Schule oder auf dem Weg dorthin einen Unfall gehabt hat, der so schwer war, dass ein Arztbesuch erforderlich war. Dazu erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der BMV-Fraktion, Dr. Matthias Manthei:

„Es ist unverständlich, dass die Schüler bei der Ersthelfer-Ausbildung der Lehrer keine Rolle spielen. In erster Linie dient die Erste-Hilfe-Ausbildung eines Lehrers den Schülern.
Die Landesregierung darf sich nicht nur auf die Vorgaben der Versicherung zurückziehen. Diese regeln nur die Voraussetzungen eines Schadensersatzes. Es geht hier aber um das Wohl unserer Kinder. Jeder Lehrer muss in der Lage sein, einem Schüler in der Schule oder auf Klassenfahrten in einem Notfall Erste Hilfe zu leisten. Die Landesregierung muss hierfür sorgen und die geringfügigen Kosten der Ausbildung übernehmen.“

Redaktioneller Hinweis:

Kleine Anfrage und Antwort der Landesregierung zu zusätzlichen Erste-Hilfe-Ausbildung von Beschäftigten an öffentlichen Schulen

Kleine Anfrage und Antwort der Landesregierung zur Aus- und Fortbildung von beamteten Ersthelfern an Schulen